Das Auge surft mit: Die 15 schlimmsten Webdesign-Fehler

Beitrag veröffentlicht am 01. Mai 2018 | Kategorie: Internet | 1 Kommentar

Wer immer noch glaubt, dass es bereits reicht, einfach nur eine Webseite zu besitzen, um Kunden oder Leser zu gewinnen, liegt weit daneben. Der moderne Internet-User ist anspruchsvoll und erwartet gewisse Standards auf einer Webseite – sei es die nahegelegene Arztpraxis oder ein Online-Shop. Das Webdesign sollte perfekt auf das Surfverhalten der Nutzer abgestimmt sein, sonst kann es passieren, dass potenzielle Kunden schon nach wenigen Sekunden die Webseite wieder verlassen. Hier kommen einige der schlimmsten Webdesign-Sünden.

1. Mehr Grafik als die Webseite verträgt

Ohne Zweifel: Bilder oder andere grafische Elemente verleihen einer Webseite Leben und tragen einen erheblichen Teil zur Benutzerfreundlichkeit bei. Doch mancher Webseitenbesitzer übertreibt es in diesem Punkt. Schließlich muss man immer bedenken, dass Grafiken und Fotos meist große Dateien sind, die entsprechend länger laden. Das grafische Überladen der Webseite führt zu unerträglichen Ladezeiten und frustrierten Seitenbesuchern. Hier gilt also: gezieltes Einsetzen und Optimieren (komprimieren) der Bilder.

2. Nichtssagende Fotos

Wenn wir schon bei Grafiken sind: Seit Anbeginn der Stockfoto-Ära wirken die oft kostenfreien oder sehr günstigen Bilder häufig deplatziert. Da erscheinen plötzlich idyllische Bilder mit Wiesen und Bergen auf einer Anwaltskanzlei-Webseite oder schnelle Autos bei einem Finanzberatungsunternehmen. Wählen Sie Ihre Fotos daher mit Bedacht! Sie sollen schließlich Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung repräsentieren oder zumindest thematisch passen. Noch besser: Machen Sie eigene Fotos, wenn Sie die nötigen Mittel besitzen.

3. Navigation ist unübersichtlich

Es gibt kaum etwas Schlimmeres als eine unübersichtliche Navigation. Denn eine Navigation sollte doch genau diesen Zweck erfüllen: Den Besucher an die Hand nehmen und durch die Webseite begleiten. Navigiert die Navigation aber nicht zielführend, bestraft der Seitenbesucher die Betreiber mit ziemlicher Sicherheit. Und zwar damit, dass er nie wieder zurückkommt.

4. Flash ist Schnee von gestern

Flash-Elemente waren vielleicht in den 90-ern hip, weil sie neu, schrill und bunt waren. Heute sollten Flash-Grafiken nur noch vereinzelt und sehr sparsam eingesetzt werden, denn sie können außerdem optisch sowie akustisch zu aufdringlich wirken.

5. Call-to-Action fehlt

Im World Wide Web existieren Unmengen von „nutzlosen“ Firmenseiten. Aus einem Grund. Es fehlt eine bestimmte Handlungsaufforderung, die dem potenziellen Kunden vermittelt: „Hier gibt es die passende Lösung für dich!“ Im Idealfall sollte daher jede Webseite und auch jede Unterseite zu einem Ziel gelangen. Eine Call-to-Action führt dazu, dass der Seitenbesucher Ihre Dienstleistung in Anspruch nimmt oder Ihr Produkt kauft. Dabei kann die Aufforderung sehr einfach gestaltet und auf das Wesentliche reduziert werden, wie etwa „Jetzt anmelden“ oder „Jetzt kaufen“. Aber auch hier gilt: Sparsam und gezielt platzieren!

6. Automatische Audio-Wiedergabe

Stellen Sie sich vor, Sie landen auf einer Webseite und hatten vorher Ihren Lieblingssong ganz laut aufgedreht. Plötzlich ertönt ein extrem lautes Geräusch und haut Sie fast vom Stuhl. Unangenehm, oder? Beachten Sie deswegen, dass Ihren Besuchern genau das erspart bleibt. Zwar kann eine akustische Untermalung Ihre Webseite noch einmal aufwerten, die Wiedergabe und Lautstärke sollten Sie jedoch nicht dem Zufall, sondern den Besuchern überlassen.

7. Fehlende Kontaktdaten

Adresse, Telefonnummer und Ansprechpartner sollten auf jeder seriösen Unternehmenswebseite zu finden sein. Das trägt zu einer guten Erreichbarkeit, aber auch zur Glaubwürdigkeit Ihres Unternehmens bei. Auch übersichtliche Kontaktformulare sind eine gute Option, um dem potenziellen Kunden die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme zu bieten.

8. Schlecht gewählte Farben und Kontraste

Farben spielen in jedem Bereich des Lebens eine entscheidende Rolle. Unterschätzen Sie die Wirkung dieser nicht auf Ihrer Webseite! Wählen Sie die Farben sorgsam und passend zueinander. Der Kontrast spielt vor allem bei Aktionsbuttons eine wichtige Rolle. Ein roter Button auf einem blauen Hintergrund z. B. ist klar erkennbar – Grau auf Hellgrau sollten Sie dagegen beispielsweise vermeiden.

9. Pop-ups nerven

Wenn sich beim Aufrufen einer Webseite gleich ein kleines zusätzliches Fenster – ein sogenanntes Pop-up – öffnet, kann das für den Besucher sehr lästig sein. Überlegen Sie es sich also gut, bevor Sie dieses Mittel der Werbung oder des direkten Kundenkontakts nutzen wollen. Lediglich bei einem reinen Service-Anbieter kann ein bereits geöffnetes Chat-Fenster ein sinnvolles Design-Element sein. Der Nutzen für den Besucher steht wie immer an erster Stelle.

10. Tote Links gehören auf keine Webseite

Links haben nur eine Bestimmung: sie sollen verlinken. Wird diese Bestimmung nicht erfüllt, schreckt das schnell ab und wirkt zudem unseriös. Einfache Lösung: Überprüfen Sie immer wieder Ihre interne Verlinkung und auch die Links zu externen Inhalten sollten stets funktionieren.

11. Das Installieren von Zusatzsoftware

Grundsätzlich sollten Sie, wenn möglich, auf Inhalte verzichten, für die der Nutzer eine zusätzliche Software installieren muss. Nur die wenigsten Nutzer gehen den aufwändigen Weg und installieren Extra-Plugins. Schließlich existieren zu Ihrem Angebot meist konkurrenzfähige Gegenangebote und an dieser Stelle können Sie ebenfalls Kunden verlieren.

12. Viel zu lange Ladezeiten

Viele Seitenbetreiber machen diesen Fehler unbewusst. Sie überladen ihre Seite mit großen Dateien, packen zu viele hochauflösende Fotos rein, nutzen den falschen und billigsten Webhoster und so weiter und so fort. Für schlechte Ladezeiten gibt es jede Menge Gründe, weshalb es sich oft empfiehlt, die Webseite einem Geschwindigkeitscheck zu unterziehen. Was aber in jedem Fall eine erste Hilfe sein kann: Webhoster nach Qualität aussuchen! Wir von der InternetWerk GmbH nutzen für unsere Kunden nur die schnellsten und aktuellsten SSD-Server.

13. Mobiles Design sollte längst Standard sein

Es ist noch nicht bei allen Unternehmen und Institutionen angekommen und dennoch wird das Internet heute zum größten Teil über mobile Endgeräte genutzt. Für sie als Administrator heißt das ganz klar: Ihr Webdesign sollte über eine mobile Darstellung verfügen, damit der Nutzer nicht ständig in die Inhalte reinzoomen muss oder gar Fehlermeldungen auf dem Smartphone oder Tablet erhält.

14. Fehlendes SSL-Zertifikat

Webseiten, die kein SSL-Zertifikat haben, werden von vielen Browsern als unsicher markiert und ranken bei Google deutlich schlechter. Es wird – auch im Hinblick auf die neue EU-Datenschutzverordnung – langfristig kein Weg mehr an einem SSL-Zertifikat vorbeiführen. Wenn Sie immer noch keines besitzen, können Sie sich gerne an uns wenden. Jedes unserer Hosting-Angebote enthält standardmäßig ein kostenloses SSL-Zertifikat.

15. Unnötige Texte ohne Mehrwert

Heute spricht man von „Content ist King“ oder von Texten mit Mehrwert. In der Praxis zeigt sich jedoch zu oft, dass viele diesen Mehrwert gar nicht bieten können. Entweder, weil sie glauben, ein paar einfache Floskeln – geschrieben von der Büroaushilfe – reichen, um Leser und Kunden zu überzeugen. Oder auch einfach, weil die Expertise und das Wissen fehlen. Nach finanzieller Möglichkeit sollte jeder Seitenbetreiber deswegen auf professionelle Texter oder Agenturen setzen, die sich um verkaufsstarke oder gut informierende Texte kümmern. Denn nicht jeder, der schreiben kann, kann auch mit seinen Worten verkaufen oder Vertrauen schaffen.

Bildquelle: © pixelcreatures, Pixabay (CC0 Creative Commons) | Tags: webdesign

1 Kommentar zu "Das Auge surft mit: Die 15 schlimmsten Webdesign-Fehler"

Dr. Hans-Jürgen Karg
03. Mai 2018, 11:03 Uhr

Hallo zusammen,

eine nur kurze Anmerkung zu

7. Fehlende Kontaktdaten:

Das ist kein kann, sondern ein Muss im Impressum…

Natürlich müssen Adresse und Internet-Erreichbarkeit aber nicht Telefonnummer und Ansprechpartner angegeben sein…

Beste Grüsse Dr. Hans-Jürgen Karg

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