WordPress Unternehmensblog – Unterverzeichnis oder Subdomain?

Beitrag veröffentlicht am 01. Juni 2017 | Kategorie: WordPress | 0 Kommentare

Wir werden immer wieder von unseren Kunden gefragt: Macht eine Subdomain oder ein Unterverzeichnis Sinn, wenn ich einen Firmenblog integrieren will? Früher hätten wir ganz klar zu einer Subdomain geraten, da Google bis 2011 maximal zwei Auflistungen pro Hauptdomain in der ersten Suchergebnisseite erlaubte. Mit der Subdomain konnte man diese Einschränkung geschickt umschiffen und theoretisch unendlich viele Ergebnisse erzielen, weil der Algorithmus die Subdomains damals als eigenständige Webseiten erkannt hat. Seit 2012 ist das nicht mehr möglich und Google erklärt auch immer wieder, dass sowohl Subdomain als auch Unterverzeichnis gleichwertig behandelt werden und es keine Tendenz im Suchmaschinenranking gibt. Doch ist das wirklich egal? Im folgenden Beitrag erklären wir Ihnen die wesentlichen Unterschiede und sprechen eine Empfehlung aus. Zuerst gehen wir aber zu den Grundlagen.

Unterschied zwischen Subdomain und Unterverzeichnis

Eine Web-Adresse mit dieser Struktur blog.ihre-domain.de bezeichnet man als Subdomain, sie stellt prinzipiell eine eigene „Unterdomain“ dar. Beim Unterverzeichnis, z. B. ihre-domain.de/blog, handelt es sich hingegen lediglich um eine Unterseite der Hauptseite. Das klingt vielleicht erst einmal verwirrend. Versuchen wir das mit einem etwas anschaulicheren Ansatz: Stellen Sie sich die Subdomain als einen Muffin vor, der auf einem gemeinsamen Teller mit vielen anderen Muffins liegt. Die Muffins schmecken alle unterschiedlich. Für die Ordnerstruktur bzw. das Unterverzeichnis stellen Sie sich dagegen das Stück einer Torte vor. Die einzelnen Unterseiten gehören wie die Stücke der gleichen Torte alle zu der gleichen Hauptdomain. Während die Subdomains (Muffins) also alles eigene Bereiche sind, die aber die Hauptdomain (Teller) als Bezugspunkt haben, gehört das Verzeichnis (Tortenstück) fest zur Hauptdomain (Torte). Schon allein aufgrund der technischen Unterschiede kann also der geheime Google-Algorithmus beide Varianten nicht komplett gleich behandeln.

Die Unterschiede im Ranking

Seit 2012 haben sich einige Rankingfaktoren grundlegend geändert. Dazu gehört auch die bereits erwähnte Gleichstellung von Subdomain und Unterverzeichnis. Zumindest theoretisch verspricht Google, dass beide Arten sich gleichwertig auf das Ranking auswirken. Bei der Umsetzung gibt es eine Reihe von Vor- und Nachteilen für beide Optionen, die beachtet werden sollten. Nutzt man für seine Webseite beispielsweise ein Content-Management-System, das keine Blog-Unterstützung integriert hat (heutzutage aber relativ selten), empfiehlt sich tatsächlich eher die Subdomain, da hier ein weiteres CMS wie WordPress unkomplizierter installiert werden kann. Gehen wir aber wieder zu den Rankingfaktoren. Hier gibt es drei wichtige Kriterien, die für alle Webmaster gelten: Interne Verlinkung, externe Verlinkung und die Qualität der Inhalte.

Ein externer Link ist in der Verzeichnisstruktur besser aufgehoben, denn dieser wirkt sich auf die Anzahl der Gesamtlinks Ihrer Hauptdomain aus. Der externe Link, der auf die Subdomain zeigt, wird dagegen auch nur der Subdomain zugerechnet. Zwischen Subdomain und Hauptdomain entsteht also eine Art virtueller Zaun, der sich auf das Ranking Ihrer Hauptseite eher negativ auswirkt. Anders verhält es sich, wenn Sie selbst einen Link auf der Subdomain platzieren, der auf Ihre Hauptdomain verweist. Google bewertet das ähnlich stark wie einen Link von einer fremden Seite. Hier entstehen also Vorteile gegenüber der Ordnerstruktur, denn ein Link aus dem Unterverzeichnis auf die Hauptseite wird schwächer eingestuft als ein externer Link. Jedoch: Die interne Verlinkung in der Verzeichnisstruktur ist technisch einfacher umzusetzen, als in der Subdomain-Variante, da an dieser Stelle schon alleine durch die Navigation eine Grundverlinkung gegeben ist. Sie merken also – das Thema der Verlinkung ist kein einfaches. Grundsätzlich können wir aber sagen: Ist Ihre Internetseite in Bezug auf den Content eher überschaubar aufgebaut, empfehlen wir für den Unternehmensblog eine Verzeichnisstruktur.

Möchten Sie, dass neue Keywords ranken und Ihre Sichtbarkeit der Hauptseite in bestimmten Themenbereichen deutlich steigt? Dann ist auch hier das Unterverzeichnis die richtige Wahl. Der Inhalt aus dem Unterverzeichnis bezieht sich nämlich auch stark auf die Hauptdomain und wird von Google daher als Einheit bewertet.

Die aktuelle Lage

In der Realität zeigt sich, dass die geplante Gleichbehandlung von Subdomains und Verzeichnissen durch Google nicht so richtig funktioniert. Große Plattformen wie etwa monster.de oder t-online.de haben in den vergangenen Jahren den Entschluss gefasst und ihre Subdomains auf Unterverzeichnisse umgezogen. Mit größtenteils positiven Auswirkungen auf das Ranking. Auch wir von der InternetWerk GmbH setzen bei unserem eigenen Blog auf das Unterverzeichnis. Abschließend bleibt aber zu sagen, dass jeder Webseitenbetreiber möglichst genau abwägen sollte, in welchem Fall eine Subdomain mehr Sinn macht und wann das Verzeichnis die bessere Alternative ist. Bei einem Unternehmensblog hat die Vergangenheit jedoch gezeigt, dass die Sichtbarkeit innerhalb der Verzeichnisstruktur signifikant steigt, während die Subdomains hinten anstehen.

Wenn Sie noch unsicher sind, wie Sie den Aufbau Ihres Firmenblogs angehen sollen, wenden Sie sich gern an uns. Durch unsere über 10-jährige Erfahrung als WordPress-Webhoster garantieren wir Top-Beratung und hochwertige Technologien.

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