Welche Rolle für welchen User?

Beitrag veröffentlicht am 26. März 2016| Kategorie: WordPress| 0 Kommentare

Artikelbild Userrollen

Viele die eine Seite auf WordPress Basis betreiben, bekommen unter Umständen früher oder später Nachwuchs in Form von kleinen Helferlein. Nennen wir sie Kollegen, Freiberufler, oder auch Freunde.

Eine gut gepflegte WordPress-Seite ist eben Arbeit, und mit helfenden Händen lässt es sich leichter arbeiten. Doch bevor wir dem neuen Kollegen ein eigenes Nutzerprofil anlegen, sollten wir uns die verschiedenen WordPress-Benutzerprofile ansehen und entscheiden, welches das passende für welche Rolle ist. Hier stellen wir Ihnen die sechs Benutzerrollen von WordPress vor, was sie können, welche Rechte sie haben, und für wen diese am sinnvollsten anzulegen sind.

Administrator
Betreiben Sie eine einzelne WordPress-Seite, dann steht der Admin ganz oben. Der Administrator ist der Benutzer mit allen verfügbaren Rechten. Der Administrator kann also alles. Seiten und Beiträge schreiben, bearbeiten, löschen, Katgorien anlegen, Themes einrichten, anpassen oder löschen, Plugins installieren, und natürlich auch wieder bearbeiten oder löschen.
Der Admin kann außerdem die komplette Aktualisierung der Seite und der Plugins übernehmen, weitere Benutzer anlegen…und und und.
Wir brauchen gar nicht weiter ausholen, der Administrator kann alles.
Daher sollte man diese recht nicht wahllos vergeben. Administratorenrechte sollten nur User bekommen, die sich a) mit der Materie WordPress ausreichend auskennen, und b) die Verwaltung der Seite übernehmen sollen. Vergeben Sie diese Rechte nicht zu häufig, Administratorenrechte sollten bei einer Seite so wenig Leute wie möglich haben.
Gerade Admin-Accounts sind immer wieder ein gern gewähltes Ziel für Angriffe von Hackern.

Super Administrator
Der Super Admin hat die gleichen Freiheiten und Möglichkeiten wie der normale Administrator. Den Super Admin gibt es nur bei WordPress Multiseiten, hier liegt also der einzige Unterschied.
Auch hier bitten wir Sie, die Super Admin Rechte nicht wahllos zu vergeben. Nur Benutzer mit dem Ziel der Pflege der kompletten Seite, und ausreichend Kenntnis, sollten diese Rechte erhalten.

Redakteur
Der Redakteur (oder bei der englischen Version: Editor) kann im WordPress Backend Seiten, Beiträge und Kategorien erstellen, bearbeiten, und diese auch löschen. Kommentare können selbstverständlich moderiert, gelöscht oder bearbeitet werden.
Ebenso ist das hochladen von Dateien möglich.
Sollte also ein Mitarbeiter für die Pflege des Contents zuständig sein, sei es als Texter für Artikel, oder zur Community-Pflege, dann sollten dem User die Rolle des Redakteurs übergeben werden.
Dieser kann sich dann um die Inhalte der Seite kümmern, ohne (versehentlich) am Theme, der Struktur oder der Installation etwas zu ändern.

Autor
Ähnlich wie der Redakteur kann der Autor eigene Inhalte erstellen, diese sind aber auf Beiträge beschränkt, und es ist ihm nicht möglich, Seiten zu erstellen. Die eigenen Beiträge können vom Autor natürlich auch bearbeitet oder gelöscht werden. Beiträge anderer Nutzer kann der Autor nicht beeinflussen. Der Vorteil an dieser „entschärften“ Rolle ist, dass der Nutzer eigene Artikel erstellen kann, keinerlei Unterstützung eines anderen Users benötigt, und somit eigenständig arbeiten kann.

Mitarbeiter
Der Mitarbeiter, oder im englischen Contributor genannt, kann ähnlich wie der Autor Beiträge erstellen, bearbeiten, und löschen. Nur veröffentlichen kann er diese nicht. Die Beiträge müssen also erstellt und von einem ihm höheren Kollegen freigeschaltet werden.
Diese Rolle ist perfekt für neue Kollegen, die sich um den Content kümmern sollen / möchten, aber vor Veröffentlichung kontrolliert werden sollen.

Abonnent
Der Abonnent ist die schwächste Rolle und bietet sich an, wenn Sie auf Ihrer Seite Kommentare auf Artikel oder ähnlichem zwar gestatten, diese aber nur angemeldeten Nutzern erlauben.
So kann sich ein Nutzer als „Abonnent“ registrieren, ist somit angemeldet, aber kann lediglich Kommentare abgeben.
Im WordPress Backend ist alles verschlossen und unsichtbar. Der Abonnent kann nach dem Login lediglich sein Profil ansehen und anpassen.

Wie Sie sehen passt nicht jede Rolle auf jeden Nutzer. Dies hat nichts mit Misstrauen zu tun, mehr mit der Struktur einer Seite. Nicht jeder Nutzer benötigt die gleichen Rechte, und zu schnell ist durch einen versehentlichen Klick im Backend die Seite oder der Blog verstellt.
Um einen neuen Benutzer anzulegen und ihm die benötigten Rechte zuzuordnen, loggen Sie sich in Ihr WordPress Dashboard ein, und wählen Sie auf der linken Seite unter „Benutzer“ den Reiter „Neu hinzufügen“.

Bereits hinzugefügten Nutzern kann der Admin der Seite unter „Alle Benutzer“ die jeweiligen Benutzerrollen zuordnen. So kann der jeweilige Nutzer seine Aufgaben erledigen, benötigt im Endeffekt aber keinen Zugriff z.B. auf Plugins.

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